Maó

Mab ist die Hauptstadt der Insel. Gegründet von den Phöniziern, bewahrt sie immer noch einen kolonialen Anflug wegen der Spuren, welche die britische Herrschaft hinterließ. Ohne eine monumentale Stadt zu sein, beherbergt sie Gebäude verschiedener Epochen, die ihre Geschichte erzählen. So sollte man sich das Rathaus mit seiner klassizistischen Fassade, die Kirche Santa Maria im spätgotischen Stil mit einer monumentalen Orgel von 1810, die Kirche San Francisco aus dem 17. Jh., die Brücke San Roque, die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, die klassizistische Kirche Carmen und die Wallfahrtskirche Gracia nicht entgehen lassen.

Ein lebendiges Element der Stadt ist ihr Hafen, denn er wechselt je nach Tageszeit oder Jahreszeit den Rhythmus. Hier finden Sie ein breites Angebot an Vergnügungen und Bewirtung sowie eine rege Schifffahrts-, Gewerbe- und Geschäftsaktivität. Mit einer Länge von mehr als fünf Kilometern ist er eine vorzügliche natürliche Zufluchtstätte, die schon im Altertum von berühmten Seefahrern gelobt wurde. Von der Stadt aus ermöglichen die Promenaden der Seeseite seine ganze Ausdehnung zu überblicken, wie die der Plaza Miranda. Der Abstieg zum Hafen kann von verschiedenen Punkten aus unternommen werden, obwohl es empfehlenswert ist, dies von Ses Voltes (majestätische, in den 50er Jahren gebaute Treppen) aus zu machen. Aber es ist ebenfalls empfehlenswert, ihn von Wasser aus zu betrachten auf einem der Boote, die Besichtungsfahrten anbieten. Moderne Katamarane erlauben ihnen desgleichen, die schönen Buchten und Winkel der Ostbucht der Insel zu genießen. Die Bootstour nimmt ihren Ausgang in Lazareto, einem der Hospitalkomplexe des größten Ausmaßes und der höchsten Qualität des Mittelmeers, obwohl er dem Publikum nur im Sommer und nach Anmeldung offen steht. Außerdem kann man ihn nicht nur vom Hafen von Mahön aus erreichen, sondern auch von Es Castel. Dasselbe Boot bietet Ihnen auch Ansichten der Insel lila del Rei, wo Franzosen, Engländerund Spanier ihre Militärlazarette in ihrer jeweiligen Epoche eingerichtet hatten. Man besichtigt diesen Ort nicht, allerdings umrundet man ihn auf einer angenehmen Spazierfahrt, während man den Meeresgrund betrachtet. Den Abschluss der Fahrt bildet die "Golden Farm", die von den Engländern so getauft wurde, und wo, so sagt man, Lord Nelson und Lady Hamilton abstiegen. Es handelt sich um ein Privathaus, das man deshalb nicht besichtigen kann. Aber der Hafen von Mahön bietet noch einen anderen sehenswerten Ort, den man über die Straße Me-3 erreichen kann: die Festung La Mola, die auch die der Isabel II. genannt wird. Sie wurde Mitte des 19. Jh. gebaut, um den Eingang des Hafens zu schützen. Sie ist den ganzen Sommer über zur Besichtigung geöffnet.

Hafen von Maó
Hafen von Maó
Die Architektur Maós wurde durch die Engländer stark beeinflusst. Das Stadttor Portal de Sant Roc (erbaut um 1500) ist das einzig erhalten gebliebene Tor der

Andererseits besitzt die Inselhauptstadt exzellente Strände, die man vom Meer aus, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto erreichen kann. So gelangt man über die Me-3 zum unberührten Strand Sa Mesquida, der die Form eines Bogens hat und gegenüber dem ein von den Briten gebauter Wehrturm zur Abwehr der Überraschungsangriffe aus dem 18. Jh.steht. Von hieraus erreicht man über die Straße Me-5 oder an drei Stunden die Küste entlang laufend, wenn man es vorzieht, Es Grau. Die herrliche Landschaft, die sich auftut, beherbergt den ersten Naturpark der Insel, S'Albufera.

Von hieraus geht ein guter Fußweg, der es einem erlaubt, Cala Sa Torreta zu genießen, die wenig bekannt und besucht ist, weil sie mit dem Auto nicht zu erreichen ist. Ein weiterer sehenswerter Ort ist das Kap Faväritx, das man erreicht, in dem man die Küste weiter entlang läuft, oder aber über die Straße Me-7, dann den Abzweig Cf-1 nehmend. Der Leuchtturm erhebt sich auf schwarzem Schiefer, eine derjenigen völlig entgegengesetzte Landschaft, die man bisher sah, aber gleichfalls empfehlenswert. Danach ist es lohnend, von diesem Punkt bis nach Cala Tortuga und Morella Nou zurückzufahren, zwei benachbarten Stränden von großer Schönheit. Auf diese Weise können Sie feststellen, dass der leicht zugängliche Küstenstreifen von Mahön den Besuch lohnt.

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