Juenorca ein Freilichtmuseum

Menorca ist mit mehr als tausend klassifizierten Megalith-Denkmälern ein wahres Museum unter freiem Himmel. Es besitzt einen wertvollen steinernen Schatz in vielfältigen Manifestierungen: taulas, navetas, talayots, Nekropolen, Megalithgräber und später römische Städte und frühchristliche Basiliken. Die Archäologie ist zweifellos ein Anziehungspunkt, der das ganze Jahr über besichtigt werden kann. Außerdem ist es nicht schwer, die Fundstätten zu finden. Die wichtigsten sind gut ausgeschildert und nahe der Hauptverkehrsstraßen.

Die ersten Denkmäler Menorcas waren die Megalithgräber: Grabkammern aus Stein, die kleinen Gemeinschaften als Friedhöfe dienten. So im Fall von Binidalinet. Die "Navetas" Grabmale sind vielleicht das charakteristischste Element der Frühgeschichte Menorcas, es gibt sie ausschließlich auf dieser Insel. Ihren Namen verdanken sie ihrer Ähnlichkeit mit einem umgekehrten Schiff, sie wurden zunächst als Wohnstätte und dann als Grabstätte verwendet. Die bekannteste Naveta ist die von Es Tudons. Weitere Bauwerke im Zusammenhang mit dem Reich der Toten sind die Nekropolen in der Nähe des Meers, in Schluchten und an Steilküsten oder in kleinen Buchten gelegen, wie die von Cales Coves, Caparrot de Forma oder Cala Morell.

Besuch der Insel Menorca
Besuch der Insel Menorca
Insgesamt ist die Insel sehr grün und waldreich und es wird viel Landwirtschaft betrieben. Der ursprüngliche Norden ist felsig und geprägt von schroffen, zerklüfteten, teilweise

Der Talayot ist ein weiteres Wahrzeichen. Man erkennt sie, weil sie gigantische, aus Tausenden von enormen Steinen gebaute Türme zur Verteidigung des Territoriums sind. Ihr Umfang und das nahe Beieinanderstehen vieler von ihnen beeindruckt. Wie die Legende erzählt, sieht man von der Höhe eines Turmes aus den nächsten. Wenn man nun diesen aufsucht, so sieht man den nächsten, und auf dem dritten den vierten, usw., bis man die zweihundert abgelaufen hat, die auf der ganzen Insel existieren. Der bekannteste ist sicherlich Talayot de Trepucö.

Das eigenartigste Monument ist allerdings die Taula (Tafel), die aus zwei enormen, in Form eines "T" aufgestellten Steinen besteht. Manche denken, dass es Altare waren, wo Opfer gebracht wurden oder der Zentralpfeiler eines Gebäudes; andere wiederum, dass es rituelle Stätten des Sonnenkultes waren. Aber wahrscheinlich wird man nie mit Sicherheit den Ursprung dieser rätselhaften Gestalten aufklären können. Um sie zu betrachten genügt es, einige der prähistorischen Siedlungen aufzusuchen, denn im Zentrum einer jeden von ihnen befindet sich eine. Talati'de Dalt, Torretrencada oder Torrellafuda sind ein gutes Beispiel dafür.

Einen Sprung in derzeit machend, findet man die ebenfalls sehenswerten Anlagen der frühchristlichen Basiliken, die im Römischen Spätreich bis zur byzantinischen Herrschaft im 6. Jh. erbaut wurden. Auf der Insel befinden sich die Basiliken von Es Fornäs de Torellö, Es Capdes Port de Forneils, die Basilika von Son Bou und die in der Talayot-Siedlung von Torre d'en Gaumes gelegene. Ein letzter nicht zu versäumender Besuch ist der Hafen von Sa Nitja mit den Ruinen eines Römerlagers.

  • Kommentare und feedback
  • Thomas
    Thomas

    Der Route der Steine zu folgen ist eine der besten Zerstreungen. Aber es ist klar, dass es erschöpfend wäre, die Winkel der Insel zu durchstreifen, um alle Monumente zu sehen. Deshalb kann man diese Welt aufsuchen, indem man auch die Musen besucht, wo sich archäologische Funde und hervoragende Erläuterungen finden. Das Museum von Menorca und das Diözesanmuseum in Maö, das Städtische Museum von Ciutadela und das Museum in Cap de Cavaleria sind einige Beispiele für Orte, die man aufsuchen kann und die an sich schon ein historisches und architektonisches Kunstwerk darstelen.

    10 Oktober 2014
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