Jakobsweg

Die Wallfahrt beginnt in Redecilla del Camino, der ersten Gemeinde von Burgos, die die Pilger nach dem Verlassen der Region La Rioja vorfanden. Sehenswert sind eine steinerne Gerichtssäule (bzw. Pranger) aus dem Mittelalter, das Hospital San Läzaro und die Kirche Virgen de la Calle (17.-18. Jahrhundert).

Auf der N-120 kommt man nach Castildelgado, wo eine Pfarrkirche aus dem 16. Jh. und der Stammsitz der Grafen von Berberana zu sehen sind. Gleich darauf folgt Viloria de la Rioja (in der Nähe des Jakobsweges), wo im Jahr 1019 Santo Domingo de la Calzada, der Begründer der Pilgerstraße, geboren wurde.

Castrojeriz
Castrojeriz
Castrojeriz ist eine Gemeinde am Jakobsweg in der Provinz Burgos der Autonomen Region Kastilien-León.

Man läßt Villamayor del Rio hinter sich und erreicht das seit dem Mittelalter bedeutende Städtchen Belorado, das sich auszeichnet durch seine Plaza Mayor mit den für das kastilische Ambiente so typischen Arkaden, Burgreste, die Klöster San Francisco und Nuestra Senora de Belen sowie die Kirchen Santa Maria und San Pedro.

Nach Tosantos, Villambistia und Espinosa del Camino erreicht der Wallfahrer Villafranca Montes de Oca, in dessen Nähe noch Reste des mozarabischen Klosters aus dem 9. Jh. erhalten sind, in dem Diego Porcelos sein Grab fand. Dieses Städtchen war Bischofssitz bis zu seiner Übersiedlung nach Gamonal im Jahr 1075. Die Kapelle der Virgen de Oca kennzeichnet den Ort, wo San Indalecio, ein Schüler von Santiago (Jakobus) und erster Bischof in dieser Gegend, gemartert wurde.

Der Jakobsweg zweigt von der N-120 ab und führt über Valdefuentes nach San Juan de Ortega, dessen Kirche im 12.-13. Jh. begonnen und im 15. Jh. vollendet wurde und heute eine besondere Attraktion darstellt zur Zeit des Äquinoktiums (Tagundnachtgleiche), wenn die Sonne durch ein Kirchenfenster dringt und den Engel der Verkündigung erleuchtet. Bald darauf ist der Wanderer in Ages, in desspn Pfarrkirche die sterblichen! Überreste des Königs Garcia von Navarra beigesetzt wurden, den Ferdinand I. von Kastilien besiegt hatte. Die Brücke am Ortsausgang wird San Juan de Ortega zugeschrieben.

Der Jakobsweg führt auf die N-120 zurück und nach Ibeas de Juarros. In seiner Nähe befindet sich die weltbekannte Höhle von Atapuerca. Man verläßt Burgos und setzt den Pilgerweg weiter fort auf der N-120 nach Tardajos. Es geht auf die Römerzeiten zurück und besitzt eine der heiligen Maria geweihte Pfarrkirche aus dem 13.-16. Jahrhundert.

Von der Nationalstraße abzweigend kommt der Pilger nach Rabe de las Calzadas. Das Portal der Kirche Santa Maria entstammt dem 13. Jahrhundert. Von diesem Ort ab verläuft der Wanderweg durch steppenartige Hochflächen bis nach Hornillos del Camino, einem für den Jakobsweg typischem Ort, wo noch ein ehemaliges Pilgerhospital und zwei mittelalterliche Brücken zu sehen sind. In Hontanas sind seine Kirche, Palastreste und das (Mittelalterliche Hospital zu erwähnen. Die Besonderheit von San Antön ist das Hospital aus dem 12. Jh., in dem die am "Feuer von San Antön" Erkrankten das geweihte Band und Brot und Wein des Heiligen empfingen. Sehr bedeutend für die Pilgerstraße war die römische Gründung Castrojeriz. Burg, Stadtmauern, Kirchen, darunter die von Berenguela la Grande 1214 erbaute ehemalige Stiftskriche Santa Maria del Manzano, sind noch erhalten. Vom Hügel Mostelares aus genießt der Wanderer einen herrlichen Rundblick über die "Gotischen Felder", auch "Tierra de Campos" genannt. In der Nähe der N-120 trifft man auf Sasamon und Olmillos de Sasamon. Der erste Ort war einst Bischofssitz, was auch die Kirche Santa Maria la Real mit ihrem Portal aus dem 13. Jh. bezeugt, das ein Nachbau der Puerta del Sarmental der gotischen Kathedrale von Burgos ist. Den Innenraum schmückt ein Retabel mit Holzmalerein von Diego de Siloe. Der Besucher kann sich Führungen anschließen. Im zweiten Ort dominiert eine Burg, die als eine der schönsten Spaniens angesehen wird.

Die letzte Ortschaft auf dem Pilgerweg innerhalb der Provinz Burgos heißt Itero del Castillo in der Nähe des Pisuerga. Für ihre Bedeutung als Grenzort sprechen heute noch ihre mittelalterliche Festung, das Hospital, eine Einsiedelei aus dem 13. Jh. und eine auf Anordnung von Alfons VI. über den Pisuerga errichtete Brücke.

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