Die Nordküste Menorca

Viele sind die Halte, die es sich an diesem Küstenabschnitt zu machen lohnt, und es wäre ungerecht, nicht zuzugeben, dass der Verkehrsknotenpunkt, von dem aus diese alle erreichbar sind, Es Mercadal ist. Um zu diesen ungewöhnlichen Winkeln zu gelangen, muss man den Ort durchqueren, den man über die Hauptstraße Me-1 erreicht. Deshalb sollte man jedoch nicht die Sant Marti (hl. Martin) geweihte Pfarrkirche versäumen, die spektakuläre Zisterne aus dem 18. Jh., den Aussichtspunkt, der sich auf dem den Ort bewachenden Monte Toro befindet, einem Berg von 357 m Höhe, auch sollte man sich die renommierte Gastronomie des Orts nicht entgehen lassen.

Von Alaior aus nehmen wir die Me-9 und den Abzweig Me-11, der uns zum Eingang des langen und schmalen Hafens Port d'Addaia führt. In wenigen Minuten von diesem und an derselben Straße finden wir Cala Moli und die Häuschen von Na Macaret. Das saubere Wasser, das die llles Gran i Petita (Große und Kleine Insel) d'Addaia umgibt, ist durchsetzt von Klippen, welche die Einfahrt in den Hafen vom Meer aus erschweren. Die Kapitäne allerdings wissen, dass sie, einmal in der Bucht, in Ruhe ankern können. Anschließend, denselben Weg an der Küste entlang fortsetzend, stoßen wir auf Punta Grossa, eine Felsenmasse, die den ausgedehnten und geschützten Strand Arenal d'en Castell vor dem Ostwind schützt. Die Hotels und Villenviertel, die in seiner Umgebung gebaut wurden, sind ein Reflex seiner Eignung zu Urlaubszwecken. Innerhalb derselben großen Bucht ist ein weiterer angenehmer Winkel Macar de sa Llosa, das man in einem Spaziergang erreichen kann, obwohl der leichteste und kürzeste Zugang der von Son Parc ist, einer etwas weiter nördlich gelegenen Wohnsiedlung, die auch Arenal de son Saura genannt wird. Diesen Punkt erreicht man direkt über einen asphaltierten Weg, der an der von Mahön kommenden Me-7 beginnt, oder über die Me-15 von Es Mercadal. In jedem Fall finden Siedort den einzigen Golfplatz, den Menorca besitzt. Ein kurzer, aber attraktiver Spaziergang durch die Klippen der Küste führt uns zur kleinen und geschützten Bucht Cala Pudent mit klarem Wasser, der leicht erkennbare Weg beginnt am linken Ende des Strandes Son Saura. La Mola de Forneils markiert den nördlichsten Punkt der Nordostküste.

Wilde Küste Menorca
Wilde Küste Menorca
Die Nordküste Menorcas ist die wilde Küste der Insel Menorca. Typisch für die Nordseite Menorcas ist eine stark gegliederte Küste mit fjordartigen Buchten, die stellenweise

Hier, in der Bucht von Forneils, beginnt der Küstenstreifen, der dem Tramontana genannten Nordwind die Stirn bietet. Das gesamte, als Naturreservat geschützte Gebiet ist ein idealer Rahmen für die verschiedenen Wassersportarten. Sein Hafen ist ein unbestreitbarer Anziehungspunkt für die Besucher und die "caldereta de langosta" genannten Langustenragouts, die in den Restaurants serviert werden, sind ein Argument mehr. Außerdem ist die Anfahrt nach über die Me-15 schnell und bequem. Von hier aus ist es empfehlenswert, die über einen asphaltierten Weg erreichbare Cala Tirant zu besuchen, die der große Strand von Forneils ist. Wenn wir weiter an der Küste entlang auf dem Weg Cf-3 fahren, kommen wir zur Halbinsel Cavalleria, sie läuft in einer Felsnase aus, deren Leuchtturm den nördlichsten Punkt der Insel markiert. Außerdem finden wir an dieser Stelle auch Port de Sa Nitja, eine ehemalige römische Siedlung, an der archäologische Ausgrabungen vorgenommen werden. Die Strände Cavalleria und Farragut, mit rötlichen Sand, sind sehr zum Baden zu empfehlen. Von hier führt ein leichter und angenehmer Spaziergang von ungefähr anderthalb Stunden zum Strand Binimellä. Es ist der breiteste und am leichtesten zugängliche Strand der Gegend, und der Reichtum seines Meeresgrundes ist bemerkenswert. Von hier aus ist erneut ein Spaziergang zum nächsten Strand zu empfehlen, dem wunderschönen Cala Pregonda, denn in weniger als einer Stunde kann man in den Genuss einer einzigartigen Kombination von feinem Sand, grünen Pinien und klarem Wasser kommen.

Danach stoßen wir auf Cala Barril, das von einem Keil felsigen Terrains geschützt wird. In wenigen Minuten Entfernung erscheint Cala Calderer, das in einem der ausgedehntesten Naturgebiete von besonderem Interesse liegt. Bis hier vorzudringen ist schwierig, wenn man über keinerlei Wasserfahrzeug verfügt, aber es ist eine lohnende Erkundung.

Der ständige Wechsel der geologischen Zusammensetzung verhindert, allgemeine Feststellungen über die Landschaft zu machen. Es existiert allerdings ein gemeinsamer Faktor, der auf das Ganze einwirkt: der Wind der Tramontana. Außerdem hat dieser Küstenabschnitt es verdient, dass man ihm einen besonderen Schutz im jüngst verabschiedeten Gesetz zum Schutz der Naturräume der Balearischen Inseln zukommen ließ. Aber nicht nur die Küste genießt Ansehen, sondern das Innere ebenfalls, wo wir weitere bemerkenswerte Anziehungspunkte finden wie die Reste der mohammedanischen Festung Santa Ägueda, die wir von Ferreries aus über asphaltierte Wege in Richtung Norden erreichen können.

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