Die Flußene des Arlanza und Gebirgslandschaften

Geschichtsträchtige Landschaften mit Orten und Bauten von kaum zu übertreffendem Wert als treue Zeugen ihrer Vergangenheit. Hier legte Fernän Gonzalez den Grundstein für das Königreich Kastilien.

Von Burgos aus bringt die N-l den Reisenden nach Lerma. Der Ursprung dieses Städtchens liegt in vorrömischer Zeit. Unter Fernän Gonzalez erlebte es den ersten Aufschwung und erreichte unter dem Herzog von Lerma, einem Günstling Philipps III. zwischen 1598 und 1618, seinen glanzvollen Höhepunkt.

Kloster San Pedro de Arlanza
Kloster San Pedro de Arlanza
Das im frühen 10 Jahrhundert gegründete ehemalige Benediktiner-Kloster San Pedro de Arlanza war jahrhundertelang eines der bedeutendsten Klöster Kastiliens, später dann Spaniens.

Das nächste Reiseziel ist Covarrubias, dominierend als klassischer Vertreter der typisch kastilischen Städteplanung mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern und arkadenumsäumten, malerischen Gassen. Besondere Erwähnung verdienen der turmgekrönte Herrensitz von Fernän Gonzalez, bekannt als der Dona Urraca gehörige, und die alte Klosterkirche San Cosme und San Damian mit den Grabstätten hochgestellter Persönlichkeiten, dem Kreuzgang (16. Jh.) und dem Museum: Der Besucher sollte sich hier das Triptychon mit der Anbetung der Hl. Drei Könige (16. Jh.), eines der erlesensten Schnitzwerke der religiösen Bildhauerkunst der Gotik aus der flämischen Schule, nicht entgehen lassen.

Im benachbarten San Pedro de Arlanza verbleiben nur noch die Ruinen des einstmals bedeutendsten Klosters Kastiliens aus dem 10. Jahrhundert. Von der Kirche sind Reste aus dem 11.-12, Jh. zu erkennen. Bis zu ihrer Umbettung nach Covarrubias im Jahr 1841 lagen hier ursprünglich Fernänz Gonzalez und seine Frau Sancha begraben.

Pena Lara zu Füßen kann man in Quintanilla de las Vinas die
Einsiedelei Santa Maria bestaunen, ein herrliches Beispiel westgotischer Kunst, woran noch der im quadratischen Grundriß erbaute Hauptteil und einige Tiefreliefs erinnern.
Erlebnisreich ist in Santo Domingo de Silos das weltweit bekannte Benediktinerkloster Santo Domingo de Silos, ein wahres Wunderwerk. Sein Kreuzgang kennzeichnet einen Höhepunkt in der Kunstgeschichte der europäischen Romanik. Ausdruck höchster künstlerischer Vollendung sind seine Kapitelle und gregorianischen Gesänge.

Der Reiseweg führt in Richtung Caleruega nach 3 Kilometern zur Yeda-Schlucht. Der Fluß hat den Kalkstein zu einer schmalen, tiefen Klamm ausgehöhlt, um die Sierra zu durchqueren. Die auffallenden Sade-Wacholder-Felder am Arlanza und die Schlucht bilden zusammen ein zauberhaftes Naturschutzgebiet.

An der N-234 erscheint in Flußnähe (Arlanza) der Geburtsort der sieben Infanten von Lara, Salas de los Infantes. Zwei Kirchen aus dem 15. Jh. und einige Adelshäuser sind noch erhalten. Hontoria del Pinar, an der Grenze zur Provinz Soria, bildet den Zugang zum burgalesischen Gebietsteil des Naturparks Canon del Rio Lobos. In der Nähe von Revenga befindet sich die hochmittelalterliche Begräbnisstätte La Cerca, und in Regumiel de la Sierra trifft der Besucher auf eine Route mit Spuren von Dinosauriern. Neila ist bekannt für seinen Park Lagunas Altas, in dem Wälder mit Birken, Buchen, Tannen... und vielfältige Anzeichen der Vergletscherung vorherrschen.
Interessant sind auch noch andere Orte wie Mahamud und Santa Maria del Campo in der Nähe von Lerma; Melgar de Fernamental am Pisuerga; Villadiego an der C-627; und Pradoluengo nahe der Berglandschaft Sierra de la Demanda.

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